Die Erinnerungsfeier

Es gibt nichts, was uns die Anwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann.
Je schöner und voller die Erinnerung, desto härter die Trennung.
Aber die Dankbarkeit schenkt in der Trauer eine stille Freude.

Dietrich Bonhoeffer

So einzigartig wie der Verstorbene war, so einzigartig sollte auch die Erinnerungsfeier werden.

Lassen Sie uns den Begriff “Trauerfeier” ersetzen – durch die “Erinnerungsfeier”. In der Erinnerungsfeier möchte ich mit Ihnen noch einmal das Leben des Verstorbenen beleuchten und lebendig werden lassen. Wir stellen nicht den Tod und die Trauer in den Vordergrund. 

Als freie Rednerin habe ich die Freiheit alles das in die Erinnerungsfeier zu integrieren, was Ihnen oder dem Verstorbenen wichtig ist.

  • Das können bestimmte Musikstücke sein, die Sie eventuell auch schon mit dem Bestatter Ihres Vertrauens abgestimmt haben.
  • Mögen Sie oder mochte der Verstorbene ganz bestimmte literarische Elemente, die ich in die Abschiedsrede integrieren darf?
  • Rituale, die Sie bereits im täglichen Leben regelmäßig durchgeführt haben, können im Rahmen der Erinnerungsfeier ihren Platz finden.

Ich bin dankbar über alles, was Sie mir über den Verstorbenen in einem vertrauensvollen Abschiedsgespräch erzählen können. Hier haben Sie in Ruhe die Möglichkeit, mir aus dem Leben des Verstorbenen, aber auch von Ihren Gefühlen zu berichten und wir zeichnen so ein Bild des Lebens, der Persönlichkeit, des Wirkens, Ihres Zusammenseins. Ihre gemeinsamen Erlebnisse, Wünsche und Ziele – und was Sie davon erreicht haben oder nicht mehr vollenden konnten, werden mir helfen, mir ein Bild von ihm zu machen und seine Persönlichkeit kennenzulernen.

 Schön wäre es, Sie machen sich im Vorfeld zu dem Termin, den wir miteinander vereinbaren, schon ein paar Gedanken dazu. Vielleicht darf ich auch ein paar Fotos sehen, die widerspiegeln, was Sie gemeinsam erlebt haben und was der Verstorbene für ein Mensch war.

Vielleicht fallen Ihnen auch ein paar Anekdoten ein, kleine lustige Geschichten, die Sie mit dem Verstorbenen erlebt haben. Wenn wir sein oder ihr Leben noch einmal lebendig werden lassen, darf auch mal geschmunzelt werden! Mit entsprechender Behutsamkeit werde ich das, was Sie mir erzählen, in die Abschiedsrede integrieren. Selbstverständlich bleiben aber die Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen sind, ganz unter uns.